sportmuffelnomore

#sportmuffelnomore – Teil 2

Viel zu lange ist es jetzt schon her, dass der erste Teil meiner Sportmuffelnomore Reihe online ging. Ich kann euch gar nicht mal genau sagen warum, aber irgendwie packte mich die Muße einfach nicht. Daher habe ich beschlossen, dass ich jetzt einfach mal drauf los schreibe und schaue was dabei raus kommt. Einen Versuch ist es zumindest wert. Solltet ihr den ersten Teil noch nicht (meine Einleitung sozusagen) noch nicht gelesen haben, würde ich empfehlen euch diesen erst einmal durchzulesen. Für alle anderen können wir jetzt gleich loslegen.

 

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In meiner “Einführung” habe ich euch erzählt, dass ich ziemlich lange vorhatte mich sportlich zu betätigen, aber der innere Schweinehund mich einfach davon abhielt es auch zu tun. Viele von euch kennen das bestimmt und diesen dann tatsächlich zu überwinden ist gar nicht mal so einfach. Warum es damals an genau diesem Tag auf einmal geklappt hat lässt sich schwer beantworten. Im Nachhinein ist mir nur eines wichtig, dass es ihn gab. Manchmal muss man die Dinge einfach akzeptieren und nicht weiter hinterfragen.

 

Was ich im Nachhinein an dieser eher spontanen Idee etwas bedauere ist, dass ich mir tatsächlich keine Gedanken diesbezüglich gemacht habe, was es denn wirklich bedeuten würde, vor allem für den Körper.

Gestartet bin ich mit dem Laufen im Juli 2015. Völlig planlos und ohne wirklich mir überlegt zu haben wo lang und für wie lang es denn gehen soll. Ich war damals der Meinung, dass ich es unbedingt morgens vor der Arbeit machen müsse, da ich nach der Arbeit bestimmt viel zu unmotiviert wäre und es ja so schlecht zu planen wäre. So zumindest der Gedanke am ersten Tag. Ich hatte mich für eine kurze Strecke entlang der Hauptstraße entschieden, welche mitten durch den Wald geht. Ich war der Meinung, dass die Distanz überschaubar wäre. Ich nahm mir auch vor die Strecke komplett durchzulaufen und keine Pause machen zu wollen (was überraschenderweise gut geklappt hat). Wenn schon denn schon. Klang doch in der Theorie total einfach oder?

 

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Vier Tage habe ich es geschafft in der Woche dann zu laufen. Für den Anfang gar nicht mal schlecht oder? Ich bin also ungefähr jeden zweiten Tag gelaufen und bin sowohl am Morgen, als auch am Abend gelaufen. Ich hätte es ja nicht gedacht, aber es klappt tatsächlich nicht nur (wie befürchtet), am Morgen 🙂 Was ich also schon mal gelernt habe ist, dass man es einfach ausprobieren muss. Bloß weil man meint, man könne es ja nur zu einer bestimmten Zeit schaffen und dann natürlich immer etwas dazwischen kommt, heißt es ja nicht, dass es zu einer komplett anderen zeit nicht trotzdem klappen kann.

Da ich ja zur Kategorie Frühaufsteher gehöre, bedeutet unter der Woche vor der Arbeit laufen nämlich bereits um 5 Uhr aus dem haus zu gehen und ganz ehrlich, so bekloppt wollte ich dann doch nicht jeden Tag sein 🙂  Mittlerweile laufe ich zu jeder erdenklichen Tageszeit, wann immer es eben gerade passt. Ich denke, da muss man einfach seinen eigenen Rhythmus finden. Nicht laufen sollte man bei einer Erkältung. Anfang August hatte mich so etwas Hässliches nämlich erwischt und ich meinte unbedingt Laufen zu müssen. Nach etwas über 1km kam ich mir vor wie ein Grill. Ich habe nur noch schlecht Luft bekommen und meinte unbedingt weiter machen zu müssen. Bei Kilometer zwei musste ich aufgeben. Es ging einfach nicht mehr. Etwa eine Woche Pause war definitiv sinnvoll. Danach brauchte ich nochmal ein paar tage Ruhe, da ich mich natürlich nicht vernünftig kuriert hatte.

 

Nachdem ich ungefähr 1-2 Monate mehr oder weniger regelmäßig lief, meinte ich die Strecke ändern zu müssen. Meine ca. 2,5km erschienen mir einfach zu wenig. Also eine andere Strecke gewählt und festgestellt, dass diese gleich doppelt so lang war. Ich Dussel meinte natürlich, dass ich sie unbedingt komplett durchlaufen müsse. Am nächsten Tag hatte ich merkliche Knieschmerzen und habe erst mal 4 Tage ausgesetzt. Danach habe ich es wieder damit versucht und es klappte schon besser. Rückblickend würde ich allerdings sagen, dass ich zu viel zu schnell wollte. Zwei Kilometer klangen mit einfach zu wenig und nach ein paar Wochen musste da doch mehr gehen oder? So steigerte ich mich nach und nach immer weiter (mit mal mehr oder weniger starkem Zustand der Erschöpfung) bis ungefähr Mitte September. Was dann passierte, gibt es beim nächsten Mal. Ich weiß, ich bin gemein 🙂

 

 

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Um euch einen Eindruck davon zu geben, wie viel und was ich tatsächlich gelaufen bin, hier eine Übersicht meiner Strecken und Zeiten. Ein durcheinander gewürfeltes Chaos. Was es vor allem zeigt ist, dass die selbe Distanz je nach Tagesform auch völlig unterschiedlich ausfallen kann. Ich hatte eben mal gute und mal weniger gute Tage. Daran habe ich irgendwann gelernt mich zu gewöhnen.

 

Datum Distanz Zeit
26.07.2015 2,29km 20:04
28.07.2015 2,32km 20:09
30.07.2015 2,50km 18:30
02.08.2015 2,30km 21:00
09.08.2015 2,51km 20:31
15.08.2015 2,66km 19:21
23.08.2015 4,01km 30:58
27.08.2015 4,18km 29:26
04.09.2015 5,24km 41:10
06.09.2015 5,15km 42:52
08.09.2015 7,22km 55:40
10.09.2015 4,72km 35:03
12.09.2015 3,45km 28:04
15.09.2015 8,46km 01:07:58
18.09.2015 7,59km 01:03:41

 


 

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Was ich nach den ersten Wochen für mich gelernt habe:

Wenn man will, dann findet man auch die Zeit dafür. Realistisch gesehen kann jeder von uns in der Woche ein paar Minuten abzwacken. Man muss es eben nur wollen und wenn man weiß (so wie ich es tue), dass man sobald man auf dem Stuhl oder Sofa sitzt nicht wieder hoch kommt, dann gleich die Sportsachen im Bad bereit legen und sofort umziehen.

Ich muss mir nichts beweisen. Ob ich langsam laufe oder sprinte, es ist völlig egal, solange ich regelmäßig laufe.

Asphalt ist ein harter Untergrund. Es ist auf Dauer nicht unbedingt der beste Belag für die Gelenke. Wenn möglich sollte man zumindest versuchen einen weichen Boden für Teile der Strecke zu haben.

Immer ein paar Minuten Zeit nehmen für ein Warm Up und Cool Down. Gerade diese machen den Unterschied dahingehend aus, dass man am nächsten Tag noch eine Treppe schnell hoch und runterkommt 🙂 Vor allem wenn man vorhat die Häufigkeit der Läufe zu steigern, macht es sich körperlich bemerkbar.

Zu viel und zu schnell auf einmal steigern wollen ist ungesund. Im Nachhinein hat der ein oder andere Knieschmerz nicht sein müssen. Bloß weil mit 2,5km nach ein paar Tagen als zu “popelig” erscheinen, waren 4km von heute auf morgen irgendwie sinnvoller.

Krafttraining zum Muskelaufbau sollte man auf jeden Fall parallel betreiben. Je kräftiger die Muskulatur, desto mehr hält sie auch aus und macht es einem auf Dauer auch leichter sich zu steigern.

Öfter mal das Bluetooth Headset aufladen. Wenn inmitten der Strecke auf einmal kein Saft mehr da ist, sinkt bei mir sofort die Motivation. Ich nehme die Strecke auf einmal ganz anders wahr, da ich nicht mehr so gut abschalten kann.

Wenn Dir ein Jogger entgegen kommt oder Dich überholt, lass es Dir egal sein. Jeder hat sein eigenes Tempo und zu Beginn hat es mich irritiert und ich kam mir noch langsamer vor, als ich es wahrscheinlich war. Jeder muss für sich selbst wissen, was für ihn das Richtige ist. Ankommen tun wir alle irgendwann. der eine früher und ich eben später.

Fußgänger sind unberechenbar. So etwas wie aus dem Weg gehen kennen die meisten nicht. Ganz besonders wenn sie im Grüppchen zusammen stehen. Es könnte keiner behaupten, dass man mich schnaufendes Etwas nicht schon ankommen hat hören können. Vor allem bei Streckenabschnitten in Straßennähe habe ich mich immer wieder darüber geärgert. So langsam kenne ich aber meine bevorzugten Stellen und Uhrzeiten.  Und auch die Busfahrzeiten, wo sich dann ganz besonders gern Leute Dir in den Weg stellen und extrem ignorant sein können.

Dagegen sind andere Jogger meist sehr nett und haben doch tatsächlich ein Lächeln im Gesicht. Irgendwie verbindet das Wissen, dass man gemeinsam eine Sache gern macht.

Sportbekleidung ist ein hervorragender Motivator. Ich bin von vielen Schnitten, Designs und Farben einfach nur begeistert. Schon beim Anziehen fühlt man sich gleich viel sportlicher und motivierter. Anders kann ich mir nicht erklären, warum 1/3 meines Kleiderschrankes auf einmal nur aus Sportbekleidung zu bestehen scheint. Ich würde damit ja am liebsten den ganzen Tag rumlaufen.

Sport BHs in größeren Mengen zu kaufen ist tatsächlich eine größere Investition, wenn man regelmäßig sportlich aktiv ist. Ich schmeiße einmal die Woche meine Waschmaschine mit einer Ladung Buntwäsche an und so kam ich schnell an meine Grenzen. Sie zwischendurch von Hand zu waschen habe ich zwar in der Anfangszeit gemacht, aber das hat mich schnell genervt. So habe ich lieber Nachschub besorgt 🙂

Die knackig anliegende Sporthose lieber vorher anprobieren oder eine Nummer größer kaufen. Vor allem bei etwas dickeren Stoffen sind sie wie eine zweite Haut und manchmal hatte ich echt Probleme da rein zukommen oder Sorge was zu zerreißen. Schließlich möchte man ja auch länger etwas davon haben. Wie eine Presswurst will ja niemand aussehen. Also ich wollte das zumindest nicht.

Eine Gürteltasche / ein Bauchgurt sieht zwar nicht unbedingt sexy aus, aber irgendwo muss man ja schließlich seinen Haustürschlüssel, eine Taschentuch (für mich unverzichtbar) und das Handy (nehme ich für App und Runtastic her) unterbringen. Diese Minitäschchen in viele Hosen sind mir einfach zu unsicher.

Es ist so schön an der frischen Luft, die Vögel, schreienden Kinder, Autohupen… Na gut, nicht alles davon 🙂 Das mit der frischen Luft (wenn man jetzt nicht unbedingt an der Straße entlang läuft) und dem Vogelgezwitscher allerdings schon.

Ich habe meine nähere Umgebung viele besser kennengelernt. Grob weiß ich ja welche Straße zu welchem benachbarten Stadtteil führt, aber ich habe mich da teilweise mit der Distanz total verschätzt. Manches ist viel näher dran als gedacht und andere Strecken dafür länger als erwartet. Sollte Jemand mal einen Tipp fürs Wandern, Spazieren gehen oder eine Joggingstrecke brauchen im Münchner Südwesten, ich kann euch da was empfehlen. Ihr müsst mir nur sagen wie viele Kilometer es sein sollen.

Ich mag meine rote Birne. Anstrengung lässt mich natürlich auch in Schweiß ausbrechen und regt die Durchblutung an. Ich bekomme eben eine hübsche rote Birne und bewerte sie für mich als Leistungsnachweis. Dann weiß ich auf jeden Fall, dass ich was getan habe 🙂

Ich bin kein Fan davon bei Regen oder im Dunkeln zu laufen. Es gab zur Mitte des Jahres hin ja ein paar dieser sehr heißen Tage und da machte es mir einfach keinen Spaß zu Laufen. Da bleiben nur nach Sonnenuntergang oder eben vor Sonnenaufgang übrig. Zumindest sollte ich auch etwas sehen können, denn wenn es komplett dunkel ist, mag ich nicht durch den Wald oder an einsamen Plätzen vorbei laufen. Das ist mir einfach zu unsicher.

Gute Laufschuhe sind unverzichtbar und ihr Geld wert. Zumindest war ich intelligent genug in ein Fachgeschäft zu gehen und dort ein paar Model auf dem Laufband auszuprobieren. Es ist wichtig was passendes für den Fuß zu haben. Immerhin wird dort die meiste Last abgefedert. Für das erste Model habe ich gut Geld gelassen. Danach habe ich mir das Zweite dann online gekauft. Gleiches Model, aber andere Farbe 🙂

 


Ich bin im Nachhinein wirklich stolz auf mich. Von Jemand, der überhaupt keinen Sport getrieben hat, wurde ich zu einem regelmäßigen Läufer. Dass ich nach der Erkältung weiter gemacht habe, ist rückblickend schon ein Schulterklopfen wert. Ich kann mich gut daran erinnern, wie oft ich mich vor allem zu Beginn förmlich selber in den Popes treten musste und nicht nach der Arbeit mich aufs Sofa zu setzen. Auch diese Hitzephase war ein Drama. Es war entweder bis 6 Uhr erträglich, oder ab 21 Uhr. Ein ganz wunderbares Zeitfenster. Ich hoffe, dass ihr den zweiten Teil meiner Reihe interessant fandet und würde mich über euer feedback freuen.

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12 Kommentare

  1. Danke für den tollen Bericht. Ich finde sowas super motivierend! Es ist doch immer schön, zu sehen, dass man mit etwas Willenskraft auch richtig was bewegen kann. 🙂
    Ich bin ehrlich gesagt wahnsinnig beeindruckt, dass du von Anfang an so knallhart durchgelaufen bist!
    Ich kann mich noch gut erinnern, wie mir am Anfang (und ich habe ja ganz brav Intervalltraining gemacht) vor allem die Schienbeine geschmerzt haben, dass ich tagelang aussetzen musste. War halt mal absolut gar nichts vorhanden an Muskelmasse 😉
    Ich finde vor allem deine Bemerkung gut, dass man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen darf. Und das stimmt. Ich würde nie mit meiner besten Freundin Joggen gehen (die macht das seit über 10 Jahren). Da würde ich mich selber schlimm unter Druck setzen. Bei „fremden“ Joggern kann ich mich da eher distanzieren. (und bei Fußgängern, die sind wirklich manchmal schlimm…) Aber es fällt halt manchmal schon nicht leicht.
    Das mit der Sportkleidung kann ich auch so völlig unterschreiben. Ich trage inzwischen nur noch Sport-BHs, da die keine Bügel haben und für mich somit perfekt, denn Bügel brauche ich wirklich nicht. Und so eine neue Leggins oder ein schickes Shirt sind halt wirklich Motivation und Belohnung zugleich. Und wenn man es dann hat, muss es ja auch genutzt werden!
    Ich bin wirklich gespannt auf den nächsten Teil. Und ich freue mich immer riesig über deine „rote Birne“ auf Instagram zu sehen. Ich finde das sehr motivierend!

    1. Das freut mich zu hören und vor allem, dass Du gleich so ausführlich antwortest 🙂

      Ich bin auch begeistert davon, dass ich wirklich bis heute dran gebleiben bin, zwar weniger häufig (da noch andere Aktivitäten dazu gekommen sind), aber ich laufe immer noch ab und zu. Das mit den schnellen und langsamen Intervallen versuche ich auch immer mal wieder, aber so wirklich klappt das nicht. Entweder müsste ich so langsam laufen, dass dann noch Kraft für einen Sprint übrig ist, oder gleich zu beginn flitzen und danach nur noch kriechen. Da wirklich die Ausdauer zu haben Wechsel hinzubekommen ist für mich noch eine Herausforderung.
      Ich lasse mich schnell ablenken udn Musik ist für mich immer dahingehend hilfreich, dass die Nebengeräusche zwar noch da sind, aber ich mich nicht mehr darauf fokussiere. So hat wahrscheinlich jeder so seine Art und Weise sich zu konzentrieren. Ich habe auch schon öfter mal bei der Münchner Facebook Gruppe nach Laufgruppen geschaut, aber wenn ich deren Tempo lese, dann laufe ich lieber weiterhin allein. Ob ich es mal schaffe diese Zeiten hinzubekommen wird sich zeigen. Ich machs ja auch erst seit ein paar Monaten. Natürlich weiß ich, dass Jemand der es Jahre macht eine ganz andere Basis hat udn ich nicht. Allerdings ist das manchmal gar nicht so einfach sich damit abzufinden.

      Du kannst fest davon ausgehen, dass es meine rote Birne auch zukünftig sehr oft zu sehen geben wird 🙂

  2. Deine „Laufkarriere“ klingt sehr solide 🙂 Deine Tipps kann ich 1:1 so unterschreiben, ich finde, Du hast da sehr wichtige Dinge angesprochen. Vor allem auch das Krafttraining zum Ausgleich ist sehr wichtig und wird von Fachleuten auch immer wieder empfohlen. Ich vermisse in Deinem Posting (hoffentlich habe ich es nicht überlesen, das wäre nun peinlich^^) aber den Hinweis auf das Aufwärmen und das anschließende Dehnen :).

    Dass man sich überfordert, kenne ich auch. Im letzten Jahr habe ich sehr übertrieben und brauchte auch öfter mal eine Pause. Das Fiese ist, dass man die Überforderung oftmals erst später merkt, wenn es quasi schon zu spät ist.

    Für mich ist der Traum von Laufen LEIDER ausgeträumt. Ich habe kürzlich eine sehr ungünstige Diagnose bekommen, meine Knie betreffend. Ich habe von Geburt an eine Anomalie an den Kniescheiben; außerdem sitzen diese ziemlich außen auf dem Gelenk und Sportarten, die auf die Gelenke gehen, sind für mich pures Gift und ab sofort tabu. Insofern muss ich meine Sportroutine ändern. Mit Schmerzen werde ich wohl auch immer mal wieder zu tun haben. Nun ja..ich hoffe, dass ich nun in der Physiotherapie noch gute Tipps bekomme; Walken darf ich immerhin noch und mein Krafttraining möchte ich auch ungern sein lassen, da es mir enorm gut tut – schwere Gewichte sind da aber auch wieder kontraproduktiv. Mal sehen, wie ich das Ganze nun angehe.

    Mich würde interessieren, was Du für Deine ersten Laufschuhe bezahlt hast, also die mit Laufband-Analyse? Ich werde mir auch bald eine solche Beratung holen, warst Du bei Intersport? LG

    1. Warm Up und Cool Down sind explizit erwähnt 🙂 Die habe ich vor allem zu Anfang schmerzlich ignoriert. Ich habe es leider auch erst viel später bemerkt und dann ist es, wie Du selber schreibst, schon zu spät 🙁
      Es ist wirklich sehr schade, dass Du gesundheitlich hier eingeschränkt bist. Vor allem, wenn eine Änderung des Zustandes eher nicht dauerhaft zu erwarten ist.
      Ich hoffe, dass es irgendwas geben wird, dass Dir die Freude am Laufen / Krafttraining zumindest eingeschränkt ermöglicht. Ich bin selber überrascht wie gut es sich anfühlt und wie sehr man es vermisst.

      Meine asics Schuhe hatte ich bei Sportcheck gekauft und ca. 160€ dafür bezahlt. Für das gleiche Model in anderer Farbe dann bei Amazon „nur“ 93€.

      1. Upsa, da hat das Muddelchen nicht aufgepasst, entschuldige 🙂 Ich habe Deinen Beitrag zwischen ein paar Schlucken Kaffee und einem kurzen Weggang vom PC gelesen, denn normalerweise bin ich aufmerksamer. Okay, allerdings hatte ich beim Auf- und Abwärmen = Dehnen eher an die bösen Muskelverkürzungen gedacht, die entstehen können, wenn man dazu keine Lust hat, aber der Muskelkater wird auch merklich eingedämmt, das ohne Frage.

        Nee, eine Änderung zum Positiven meines Zustandes ist leider nicht zu erwarten; es handelt sich um einen Geburtsfehler und die 2 unglücklich gelagerten Komponenten lassen im Alter nichts Positives erwarten (Arthrose, eine leichte habe ich dadurch bedingt bereits, allerdings kann man mit entsp. Übungen einiges tun und den Verschleiß herauszögern, daher auch die Physiotherapie nun). Sport ist aber gerade wichtig, damit sich die Gelenkschmiere bildet und somit auch weniger Schmerzen auftreten. Ich darf nur einfach bestimmte Dinge nicht mehr tun, die die Knie belasten und das ist schon traurig (höhere Gewichte beim Krafttraning z.B., jedes Kilo mehr drückt auf die Knie) oder allgemein Sportarten, bei denen die Knie belastet werden, finde da mal was. Aber Walken geht, das ist mein Glück im Unglück.

        Oh Gott…160 Euro für die Schuhe…ich habe 120 eingeplant und möchte mehr auch definitiv nicht ausgeben. Gerne dürfen sie später immer um 100 Euro kosten, das haben meine bisherigen Schuhe auch, aber 160 finde ich einfach viel zu viel. Mal sehen, wie es dann sein wird. Die Marke ist mir nicht so wichtig, wobei ich absoluter Nike-Fan bin und in den Schuhen auch sehr gut laufen kann, aber selbst da gibt es ja noch günstigere Modelle. Danke auf jeden Fall, nun habe ich eine ungefähre Vorstellung.

        1. Das tut mir wirklich leid zu hören. Dagegen kannst Du wirklich nichts machen und das ist so ärgerlich. Ich hofe, dass Du irgendwie es hinbekommst für Dich eine Möglichkeit für den Sport findest.

          1. Danke für Deine lieben Worte. Ich bin mit dieser Problematik noch vergleichsweise gut dran; viele haben von Jugend an deswegen große Probleme und werden dann auch, sobald das Wachstum abgeschlossen ist, operiert (Kniescheiben werden versetzt u.ä.). Ich werde mal den Physiotherapeuten fragen, was er mir so für Sport empfiehlt, Hauptsache, das Walken klappt noch, denn das macht mir echt große Freude immer.

  3. Also ich muss dir in vielen Punkten zustimmen.
    Ich finde Sportkleidung sehr wichtig. Je öfter man Sport macht, umso stärker schwitzt man. Und dann kann es tatsächlich sein, dass man irgendwann gar keine Kleidung mehr hat, wenn man nicht jeden Tag wäscht. Deshalb habe ich mittlerweile auch mehrere Sport-BHs & Co.
    Auch die richtigen Schuhe sind sehr wichtig, aber da kann man auch nichts pauschalisieren, jeder muss die richtigen Schuhe für sich persönlich finden.
    Und zum Thema Zeit finden… eigentlich hat wirklich jeder Zeit. Aber die Motivation ist das Problem. Und Disziplin. Es ist einfach chilliger, im Bett zu liegen und ein Buch zu lesen, als Sport zu machen. Aber da muss man einfach selbst einsehen, dass Sport sehr wichtig ist, dem Körper gut tut und auch Spaß macht! 🙂

    Ich finde deinen Beitrag richtig toll, bitte mehr davon! 🙂

    glg, Nicca von kosmeticca.blogspot.com

    1. Zu Beginn war ich ja noch vorsichtig mit der Auswahl an Kleidung. Weder wußte ich was ich persönlich mag, noch was ich wirklich brauchen würde. Zu Beginn wußte ich ja noch nicht mal, ob ich wirklich dauerhaft dabei bleiben würde. Nach einigen Wochen war dann allerdings schnell klar, dass Nachschub her muss. Dass war dann doch die ein oder andere Investition.
      Mittlerweile möchte ich nicht mehr Ohne und wieß gar nicht mehr genau, warum ich mich so viele Jahre dagegen gewehrt habe. Vor allem am Wochenende genieße ich es nicht unter Zeitdruck zu stehen und flexibler in der Zeiteinteilung zu sein. Es gibt noch immer genügend Tage, wo ich mich überwinden muss, aber solche Tage haben wir bestimmt alle.
      Es freut mich sehr zu hören, dass Dir dieser Beitrag gefallen hat. Steckt auch viel Herzblut drin 🙂

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