sportmuffelnomore

#sportmuffelnomore Teil 3

Ich hatte euch ja beim letzten mal versprochen, dass dieses Mal nicht so viel Zeit vergehen würde, bis der dritte Teil von sportmuffelnomore folgen würde. Wie ihr seht, habe ich mich tatsächlich daran gehalten und möchte heute dort weitermachen, wo ich beim letzten Mal aufgehört habe. Ich hoffe, dass ihr wieder genauso interessiert daran seid, wie auch die letzten Male zuvor. Solltet ihr meine Reihe noch nicht kennen, könnt ihr hier die zurückliegenden Beiträge dazu finden:

 

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Verletzung

Zwischen dem 18.09.2015 und dem 04.10.2015 musste ich eine unfreiwillige Pause einlegen. Im Nachhinein hätte ich sie sicherlich vermeiden können oder zumindest teilweise, aber bekanntlich ist man hinterher ja immer schlauer. Was genau war passiert?

Ich hatte mir an diesem Tag vorgenommen die 10km in Angriff zu nehmen. Dass alle Strecken vorher deutlich drunter waren spielte keine Rolle. Warum auch? Dachte ich mir zumindest damals. Also bin ich einfach losgelaufen (nicht mal ans Aufwärmen habe ich gedacht) und habe eine abweichende Strecke gewählt. Einfach ein bisschen was hinten dran hängen sollte reichen.  Auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön kaputt war. Allerdings wollte ich nicht einfach so Kilometer entfernt von daheim aufhören und zurück laufen. Diesbezüglich bin ich wohl einfach unvernünftig gewesen. So habe ich das rutschige Laub übersehen und bin weggerutscht. Nicht wirklich dramatisch, aber ich wollte dem ganzen nicht unnötig Beachtung schenken. Die 2km bis daheim würde ich doch locker schaffen. Also kurz inne gehalten und weitergelaufen. Den Schmerz habe ich einfach ignoriert und gedacht, dass er schon wieder weggehen würde. Ging er allerdings nicht. Ca. 1km weiter war er dann auf einmal so schlimm, dass ich stehen bleiben musste. Dann gehe ich dann halt den Rest. Habe ich mir zumindest so einfach vorgestellt. Blöd war nur, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht mal mehr auftreten konnte mit dem rechten Bein. Bei jedem Schritt hatte ich das Gefühl mein Gleichgewicht zu verlieren. Für die Strecke habe ich dann ungefähr 30 Minuten benötigt und es war die Hölle. Die 4 Stockwerke zu meiner Wohnung habe ich mich eher am Geländer hochgeschleppt anstatt sie zu gehen. Direkt in der Wohnung angekommen habe ich dann alles an Kühlkissen rausgeholt, was ich so hatte. So saß ich dann ungefähr 1h weinend auf dem Boden rum. Mit einer Schmerztablette ging es dann, aber ganz weg war der Schmerz nie. So durfte ich dann die nächsten 2 1/2 Wochen rumhumpeln und musste zu Beginn sogar ein paar Tage Homeoffice einlegen, da ich mich einfach nicht bewegen konnte. Jeder Weg war einer zu viel.

Es war keine schöne Erfahrung, aber sie hat mir gezeigt, dass ich lernen muss auf meinen Körper zu hören. Ehrgeiz in allen Ehren, aber wenn es nicht mehr geht, dann zwingt mich keiner dazu weiter zu machen. Nur ich muss mir Rechenschaft ablegen und warum soll ich ein schlechtes Gewissen haben? Vor allem in den ersten Wochen wollte ich unbedingt die Distanz schnell steigern und dieses langsam zu tun erschien mir was für Weicheier. 10% maximale Steigerung pro Lauf sind doch nix. Blöderweise ich genau dieses zu Beginn einfach wichtig zu beachten, vor allem um das Thema Muskelaufbau hatte ich mir keinerlei Gedanken gemacht. Ich laufe doch nur, also warum soll es da etwas zu beachten geben?

Nun bin ich schlauer und kann es deshalb vor allem Anfängern nur mit auf den Weg geben. Wer die Distanz steigern möchte, sollte dieses langsam tun und definitiv parallel darauf achten die Muskeln zu trainieren. Denn von heute auf Morgen sind die Gelenke nicht in der Lage die Belastung einfach so wegzustecken. Hätte ich mich diesbezüglich informiert, wäre ein einfacher Wegrutschen nicht zu einer solchen Verletzung geworden. Immerhin habe ich die Pause sinnvoll genutzt und mich informiert.

Stepper

Erinnert sich noch Jemand von euch an diese alten Dinger? Heute kommen sie ja in viel moderneren (und bestimmt viel besseren Varianten) daher. Ich hatte mein Exemplar 2004 mal als Payback Prämie mit Zuzahlung gekauft und es dürfte mich irgendetwas um die 50€ gekostet haben. Damals habe ich ihn bestimmt ganze unglaubliche 5x benutzt und dann stand er nur noch rum. Dass ich niemals entsorgt habe dürfte wahrscheinlich nur daran gelegen haben, dass er zu schwer war um ihn irgendwo zu einem Entsorgungshof zu bringen. So landete er im Keller und zog jedes Mal mit um. Kann man ja mal machen 🙂 Nachdem ich also zu der Erkenntnis gelangt war, dass ich wohl definitiv etwas tun muss um meine Muskulatur zu kräftigen, erinnerte ich mich doch tatsächlich an ihn und schleppte das Ding all die Stockwerke hoch in meine Wohnung. Nun kam er doch fast 11 Jahre später wieder zum Einsatz. Wer hätte es gedacht? Ich definitiv nicht. Die Batterie für die Kalorienanzeige ist natürlich längst leer und die Firma gibt es nicht mehr. Also musste ich mich online schlau machen, wie viel Kalorien man denn auf dem Stepper verbrennt. Erstaunlicher weise ist ein Stepper ohne Handhalterung sogar besser, da man sich mehr darauf konzentrieren muss das Gleichgewicht zu halten und die Arme sich auch nicht abstützen können. Eine halbe Stunde auf dem Stepper macht ungefähr 260 Kalorien Verbrennung aus. Definitiv weniger als Laufen, aber schonender für die Gelenke, da man immer eine konstante Bewegung macht und nicht diesen ständigen Druck beim Aufkommen hat. So habe ich mich dann dazu entschlossen irgendwann in einen festen Rhythmus überzugehen, welcher aus folgender Aufteilung bestand:

  • Montag:  30 Minuten Stepper
  • Dienstag: 30 Minuten Stepper
  • Mittwoch: 4-5km Joggen
  • Donnerstag: 30 Minuten Stepper
  • Freitag: 30 Minuten Stepper
  • Samstag: 30 Minuten Stepper
  • Sonntag: 10km Joggen

Natürlich war das ganze auch immer abhängig davon, wann ich Feierabend machen konnte (geht nicht jeden Tag zur exakt gleichen Zeit) und wie die Witterung war. Bei Regen mag ich einfach nicht Laufen. Nach einer Weile hatte ich auch folgendes festgestellt:

  • je länger die Strecke, desto stärker die Nachwirkung
  • ein Tag Pause muss sein

Nach den 10km Strecken brauchte ich definitiv einen Tag Pause. Man mag es nicht glauben, aber die körperliche Verfassung nach einen 4km Lauf ist deutlich anders als nach 10km. Wenn ihr es wusstet, dann seid ihr deutlich schlauer als ich gewesen 🙂 So habe ich mich teilweise dann zu einem leicht geänderten Ablauf hinreißen lassen und bin lieber Samstags die lange Strecke gelaufen, so dass ich Sonntags als Ruhetag nutzen konnte und am Montag ohne die Nachwirkungen wieder bereit war für die Woche.

 

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Übersicht Zeiten und Strecken

Mich verwirrt immer, wenn ich auf meine Strecken und Zeiten zurück blicke. Man sollte meinen, dass eine gewisse Konstanz zu erkennen ist, aber ich bin da wohl sehr flexibel 🙂 Dann laufen wir halt die Straße noch etwas weiter entlang und biegen dann erst ab. So ungefähr lautete mein Motto. Wie im letzten Teil bereits angesprochen, kenne ich mich in meinem Stadtteil und der Umgebung nun deutlich besser aus. Ich habe gelernt Kilometer anhand von Straßenecken und Grünflächen abzuschätzen. Noch immer bin ich fasziniert davon, wie unterschiedlich ich die Distanzen früher bewertet habe. Vom Glauben wie weit etwas weg ist und es dann tatsächlich mal abzulaufen macht einen großen Unterschied aus.

 

Datum

Distanz

Zeit

04.10.2015 4,28km 36:51
08.10.2015 4,23km 34:45
11.10.2015 4,24km 31:18
12.10.2015 4,03km 29:46
13.10.2015 4,25km 31:39
15.10.2015 4,23km 33:34
16.10.2015 3,34km 24:55
21.10.2015 4,09km 31:32
25.10.2015 4,23km 28:42
28.10.2015 4,24km 29:18
01.11.2015 6,91km 47:44
04.11.2015 4,16km 27:21
08.11.2015 10,68km 1:15:45
11.11.2015 4,20km 27:23
15.11.2015 10,63km 1:16:13
18.11.2015 4,21km 26:25
21.11.2015 10,89km 1:13:26
29.11.2015 4,79km 38:49
05.12.2015 12,62km 1:40:42
12.12.2015 13,15km 1:44:48
19.12.2015 7,89km 57:14
20.12.2015 5,34km 37:39
24.12.2015 12,17km 1:26:29
26.12.2015 7,64km 53:16
31.12.2015 10,22km 1:12:35

 

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Ein Kommentar

  1. Mein Freund ist auch so ein Fan von Statistiken beim Laufen ^^ mir ist das scheißegal, Hauptsache, ich tue was. Dass sich zuviel Ehrgeiz negativ bemerkbar macht, ist wohl etwas, was jeder aktiver Sportler irgendwann böse zu spüren bekommt. Auch bei mir war das im letzten Jahr kurzfristig der Fall. Aufwärmen und Dehnen war für andere; Ruhetage ebenso. Ich hatte unglaublichen Bewegungsdrang und das ging schon soweit, dass ich selbst bei 1,5 Stunden abends auf dem Sofa am liebsten schon wieder die Sportschuhe angezogen hätte, um ein paar Runden zu drehen. Dann kamen die ersten Zipperlein – besten Dank, so eine Erfahrung brauche ich nicht mehr. Ich denke, mittlerweile habe ich ein gesundes Mittelmaß gefunden, auch im Hinblick auf meine Knieproblematik, die ich mal erwähnte. Der Fokus liegt jetzt auf 3 x die Woche Sport, im Idealfall je 1,5 Stunden, aber 45 Minuten müssen manchmal auch reichen. Ich finde es toll, dass Du so am Ball bleibst. Gerade, wenn man viel sitzt im Beruf oder auch sonst, ist ein sportlicher Ausgleich immens wichtig. LG

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