Mealprep

[Food] Mealprep: Vor- und Nachteile

In meinem Post zum Thema Tipps zum Geld sparen, war Mealprep einer der aufgelisteten Punkte. Heute möchte ich etwas näher auf dieses Thema eingehen und so wohl die Vorteile als auch Nachteile etwas näher betrachten. Wie immer ist es nicht unbedingt etwas für Jeden. Vielleicht aber ja auch etwas für euch?

 

Rezeptübersicht

Definition des Begriffes

Meal = bedeutet übersetzt Mahlzeit / Essen

Prep = ist die Abkürzung von preparation und steht für Vorbereitung

Zusammengefasst ist Mealprep also die Vorbereitung von Essen. Grundsätzlich sicherlich nicht Neues und es gibt genügend Gerichte, die Teile davon in irgendeiner Form vorbereitet benötigen. Ob es ein Teig im Kühlschrank über Nacht oder das Schneiden von Zutaten ist. So grundsätzlich dürften es die meisten von uns sicherlich schon mal gemacht haben. Aktuell wird es allerdings gern dafür verwendet, dass man sich bewusst die Zeit nimmt Essen für einen Zeitraum (meist die nächste Woche) vorzukochen, um dann unter der Woche genau diese vorbereiteten / zubereiteten Speisen zu essen. Klingt nicht nur besser, sondern lässt sich auch besser vermarkten.

 

Einige Monate habe ich diesen “Trend” bereits im Netz verfolgt und wurde neugierig. Manchmal braucht es allerdings eine Weile bis man final entscheiden hat, ob man sich für etwas begeistern kann oder nicht. Mir hat es die Kantine in der Firma diesbezüglich leicht gemacht. Als Jemand, der regelmäßig selber kocht und Zutaten dafür kauft, kenne ich das Preisgefüge von Gerichten. Vor allem, wo ich zu 70% fleischlos esse. Klar ist ein Unternehmen preislich anders gestaltet als mein Privatbedarf, aber warum simple Nudeln mit Sauce an Tag 1 3€ kosten und 2 Wochen später 4,50€ (Mischkalkulation hin oder her) habe ich nicht verstanden. Auch wurde die Flexibilität in Bezug auf Kombinationsmöglichkeiten immer kleiner, was mich irgendwie sehr schnell frustrierte. Da ich nicht unbedingt Jemand bin der meint ständig über Dinge zu jammern und nicht am Problem an sich zu ändern, habe ich meine Konsequenz daraus gezogen. Ich habe aufgehört dort jeden Tag Geld auszugeben und mir mein Essen daheim selber vorzubereiten. Es hat etwas gedauert, bis ich wusste was ich wie am besten für mehrere Tage vorbereiten kann, aber jetzt kann ich sagen, dass ich wohl so schnell nicht wieder damit aufhören werde. Ich habe mich hier auf eine Kombination an Saucen (vegetarisch oder mit Fleisch und variablem Gemüse) konzentriert, die ich dann mit Reis, Nudeln oder Kartoffeln etc. kombiniere. Klingt simpel und ist es auch. Ich weiß ziemlich gut was wie am besten miteinander schmeckt und bin Jemand der einfach drauf los kocht und im Regelfall schmeckts mir. So bin ich schnell satt und glücklich.

 

Mealprep

 

Ob Mealprep etwas für euch ist, könnt ihr natürlich nur selber beurteilen. Um euch die Entscheidung etwas leichter zu machen, habe ich Vor- und Nachteile zusammengefasst. Für weitere Vorschläge, welche ich noch nicht mit aufgeführt habe, bin ich offen.

 

Vorteile:

  • kann für die verschiedensten Mahlzeiten genutzt werden, egal ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen, was vorbereitet werden kann, kann man auch vorbereiten 🙂
  • spart viel Zeit | Die wenigsten von uns haben jeden Tag die Zeit sich in die Küche zu stellen und immer wieder etwas Neues zuzubereiten. Kühlschrank auf und schon erwartet einen eine leckere Mahlzeit, kein: was will ich denn heute essen.
  • spart Platz | Mit den richtigen Dosen und schalen kann man die Mahlzeiten bereits portionsweise abpacken und gestapelt nimmt das ganze im Kühlschrank oft deutlich weniger an Platz weg. Darüber hinaus muss man sich am Morgen nur etwas schnappen und kann es direkt mitnehmen. Idealerweise warme Speisen im Büro gleich in der Dose in die Mikrowelle packen und daraus essen
  • kein spontan oder zu viel Einkauf | Ich weiß zwar, was ich normalerweise so unter der Woche alles wovon esse, aber irgendwie habe ich nie die perfekte Menge eingekauft. Entweder war am Ende der Woche zu wenig von Dem übrig, was ich genau in diesem Moment essen wollte, oder es bliebt zu viel übrig, weil ich z.B. zu spät nach hause kam oder auswärts gegessen hatte. Wenn ich mir schon vorher Gedanken machen muss, was ich wie kombiniere um damit mein Bedarf an Mittagessen im Büro abzudecken, kaufe ich zielgerichteter ein. Am Freitag ist der Kühlschrank dann meist recht leer und Samstag wird er wieder aufgefüllt.
  • spart viel Geld | Dadurch, dass ich nicht mehr jeden Tag überlegen muss was ich esse (beim Bäcker was kaufe oder der Kantine), sammelt sich ein ordentlicher Geldbetrag an, welchen ich nicht mehr ausgebe. Während ich vorher meinen Wochenmarkteinkauf + Kantine hatte, ist es jetzt sogar weniger auf dem Wochenmarkt an Ausgabe geworden. 20-30€ die Woche an Ersparnis mag jetzt erst mal nach so viel nicht klingen, aber nach den ersten Monaten habe ich bereits den Unterschied bemerkt.

 

Nachteile:

  • wenig Abwechslung | Seid ihr Jemand, der maximal 2x mal das gleiche Gericht hintereinander essen kann, dann ist Mealprep sicherlich nichts für euch. Ihr müsst euch nämlich damit anfreunden etwas verdammt oft zu essen. Eventuell abweichend kombiniert, aber doch irgendwie oft das Gleiche für ein paar Tage.
  • festgelegt in der Auswahl | Wenn ihr nicht so experimentierfreudig seid und auch eher auf eine gewisse Auswahl an Lebensmittel reduziert seid, dann könnte es schwierig werden. Vor allem weil ihr euch ja bereits vorher Gedanken machen müsst, was ihr benötigt. Mal eben schnell etwas anderes Kochen geht zwar durch zusätzliche Einkäufe, aber ist ja nicht unbedingt die Idee dahinter.
  • benötigt Platz | Ich habe ordentlich Platz im Kühlschrank, so dass ich viele Lebensmittel darin unterbringen kann. Auch kann man mit vier Herdplatten, einem Backofen und Geschirrspüler einer Menge Dinge Herr werden. Ist euer Platzbedarf da eingeschränkt und ihr seid daher genötigt jeden Tag etwas neues einzukaufen (oder ihr habt Familie, welche jeden Tag was Neues haben will), ist es sicherlich nur schwer möglich wirklich vorausschauend zu kochen. Zumal man auch die entsprechende Menge an Geschirr nicht Acht lassen sollte. Ich habe zwar nicht viel, aber genug um mehrere Dinge in verschiedenen Töpfen und Pfannen gleichzeitig zuzubereiten. Zumal ich danach nur den Spüler anmachen muss und fertig. Müsste ich zwischendurch abspülen oder alles von hand Abwaschen, kann es durchaus anstrengend sein.
  • Gerichte überlegen | Wenn man für die Woche etwas vorbereiten möchte, muss man sich zwangsweise Gedanken machen zu den Zutaten und auch Gerichten. Ich bin da sehr flexibel und brauche nur 3-4 Zutaten zu sehen und weiß sofort was ich damit machen kann oder was ich noch hinzufüge und damit ein fertiges Gericht hinzubekommen. Wenn ihr Jemand seid, der sich strikt an Mengenangaben in Kochbüchern hält und sich schwer tut selber Dinge zu kombinieren, könnte es schwierig werden. Nicht unmöglich, aber erhöht auf jeden Fall den Schwierigkeitsgrat.
  • Mikrowelle für warme Speisen | Wenn ihr in der Firma keine Mikrowelle habt, dann dürfte es auf Dauer schwierig werden. Jeden Tag Salat oder eine kalte Speise sind sicherlich nicht ganz so befriedigend. Es seie denn, ihr mögt genau Das.

 



Ich hoffe, dass ich euch die Thematik entweder schmackhaft machen konnte oder euch zumindest jetzt besser entscheiden könnt, ob Mealprep etwas für euch wäre oder nicht. Ich werde euch demnächst mal einige meiner Gerichte zeigen und welche Basiskomponenten ich immer daheim habe, womit ich dann meine Gerichte zubereite und auf verschiedene Art und Weise kombiniere.

Mich würde an dieser Steller interessieren, ob ihr es selber schon einmal ausprobiert habt und es vielleicht schon selber einmal umgesetzt habt? Oder ist Mealprep so gar nicht für euch, weil ihr euch nicht mal vorstellen könnt etwas zwei Mal hintereinander zu essen?

 

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14 Kommentare

  1. Hallo Dani, ich finde Mealprep super, mache es auch oft. Zur Zeit mache ich grad ne Pause, wegen Vorweihnachtszeit und den vielen Leckereien, die die Kollegen immer mitbringen. Aber sonst ist der Quarkauflauf von beautybutterflies mein liebstes Frühstück. Mittags gibt’s meist Salat aus Getreide oder Reis und Gemüse und Salat. Den Reis/Getreide koche ich Sonntag und jeden Abend mache Gemüse und Salat nach Geschmack dazu. Manchmal gibt’s auch Suppe mit wechselnden Einlagen, Fleisch mittags praktisch nie. Das wird abends frisch gekocht zusammen mit meinem Freund. LG Claudia

    1. Den Quarkauflauf muss ich unbedingt selber mal machen. Irgendwie bin ich einfach noch nicht dazu gekommen. Ich kann nachvollziehen, wenn es mittags eher etwas leichtes bei Dir ist. Bei mir gibts dafür am Abend eine Kleinigkeit.

  2. Ich habe mich damit noch nicht auseinandergesetzt. In der Firma momentan haben wir einen Lieferdienst, der vom Geschmack her einigermaßen OK ist, und in der letzten Firma habe ich meist Brot gegessen oder mir vom Abendessen die Reste am nächsten Tag mitgenommen.
    Mealprep ist sicher eine bessere Möglichkeit, als sich jeden Tag etwas beim Bäcker zu holen, denn das wird auf Dauer erstens teuer und zweitens auch langweilig, wenn man mal alles durchhat ;).

    LG Binara

    1. Ich koche einfach unheimlich gern und habe es dann nur noch selten gemacht. Vor allem bleib am Ende der Woche noch so viel übrig im Kühlschrank und mein geld für die Woche war alle, weil es mittags immer teurer wurde. Mir einmal die Woche etwas vorzubereiten ist für mich aktuell die perfekte Lösung. Spricht ja nichts dagegen sich ab und an mal was beim Bäcker zu holen.

  3. Ich liebe Meal-Prep! So kann ich sicher sein, dass ich mich gesund ernähre und nicht aus Verzweiflung einfach irgendwas beim Bäcker oder Imbissbude kaufe. Mit ein bisschen Übung wird das auch gar nicht langweilig und man findet wirklich ne Menge Gerichte, die sich super leicht vorbereiten lassen.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  4. ich betreibe mealprep für ca 2 tage nur. irgendwie hab ich immer etwas angst dass das vorbereitete essen trotz entsprechender aufbewahrung im kühlschrank nach mehr als 2 tagen nicht mehr schmeckt bzw es schlecht wird und auch weil ich dann einfach eine abwechslung brauche. die kantine bei uns ist eigentlich gut: wir haben jeden tag jeweils ein vegetarisches, fleisch- und fischgericht zur auswahl. aber nicht immer sagt mir alles zu (es gibt einen wochenplan vorab) und trotz des sehr günstigen preises bei uns habe ich gemerkt, dass es auf dauer recht unbefriedigend auch sein kann wenn man doch auf ein gericht greift, auf welches man eigentlich keine lust hätte und es im normalfall auch nie bestellen würde aber man ja was essen muss.
    ich koche abends dann also entweder mehr oder auch mal für 2 tage vor. oder weiche dann spontan auf den metzger oder lieferdienst aus.

    1. Also eher etwas mehr vorkochen damit etwas übrig bleibt, was man dann an den nächsten tagen noch essen kann. Würde ich das so richtig interpretieren? Dass mir etwas schlecht geworden ist, ist mir bisher noch nicht passiert. Teilweise sind die Sachen sogar eine Woche später noch gut. Bei Salaten würd eich schon sagen, dass man sie nach 2-3 Tagen gegeseen haben sollte, je nachdem was man verwendet hat. Wir haben auch eine Speisekarte udn verschiedene Gerichte, aber da ich maximal 1x die Woche Fleisch gegessen habe und sonst nur vegetarisch, fühlte ich mich bei 2 Beilagen (maximal 3) stark eingeschränkt und hatte keinen Bock mehr. Lieferdienste sind mir persönlich zu teuer. Zumal ich allein ja oft ein en gewissen Mindestwert schaffen muss.

  5. Früher wurde viel eingeweckt und eingefroren, schön, dass dieser Trend wieder aktuell ist. Ich könnte uach 7mal die Woche das gleiche essen, Hauptsache, es schmeckt mir. Wir frieren oft kleine Portionen von kleingeschnittenem gekochtem Hühnchenfleisch ein, dass kann man dann schnell in die Gemüsepfanne oder den Eintopf werden. Jetzt will ich auch noch mehr Gemüse portionsweise einfrieren.

    Das einzige, was ich an diesem Vorbereiten nicht mag, sind die Gedanken, WAS man nun genau in den 7 Tagen essen möchte. *lach* Wir essen recht abwechlsungsreich, aber meistens fällt mir abends ein, was ich den nächsten Tag gerne hätte. 😉

    Liebe Grüße,
    Moppi

    1. Mein Vater hatte damals immer schon leere Rama Packungen hergnommen zum Einfrieren 🙂 Ich kenne es also nicht anders. Es hat auch was befriedigendes im Kühlschrank die Dosen zu stapeln. Ich bin recht kreativ darin geworden zu schauen was ich denn grad so daheim habe udn dann einfach was daraus zuzubereiten.

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