Hand & Brush Lettering Workshop

Ich würde von mir selbst behaupten, dass ich nicht unbedingt Jemand bin, der viele neue Dinge ausprobiert. Irgendwie auch schade, so dass ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe dringend etwas daran zu ändern. Einer der neueren Trends im Netz ist das Lettering. Nicht nur ich dürfte darüber gestolpert sein und ich habe mir regelmäßig die Frage gestellt, ob ich das wohl auch hinbekommen würde. So bin ich auf den Hand & Brush Lettering Workshop von Rosy & Grey aufmerksam geworden (ich folge ihrem Blog schon eine ganze Weile) und hatte leider zu lange gewartet mit der Anmeldung. Also übte ich mich in Geduld und wartete auf neue Termine. Am Samstag war es dann endlich soweit und der Tag war gekommen. Ich möchte euch heute ein paar Eindrücke des Tages zeigen. Solltet ihr selber einmal Interesse an einem solchen Workshop haben und aus der Münchner Ecke kommen, dann schaut bei Lea vorbei, ob ein passender Termin für euch dabei ist.

 

Hand & Brush Lettering Workshop

 

Offizieller Beginn war 13 Uhr und ich hatte mir vorgenommen mit dem Fahrrad zur Location zu fahren. Da ich nur Teile der Strecke kannte, habe ich mich entsprechend früh auf den Weg gemacht und war natürlich viel zu früh dran. Als es endlich so weit war, hat jeder seinen Platz eingenommen und der Workshop begann mit einer allgemeinen Einführung und Erklärung zum Thema Hand & Brush Lettering. Das Thema Lettering ist nicht unbedingt neu, allerdings ist es im letzten Jahr überproportional präsent gewesen und nicht nur ich habe Interesse daran gefunden. Allerdings ist es heute viel einfacher Informationen und Tipps zum Thema zu bekommen. Mein Respekt gilt daher all Denjenigen, welche sich dass ganze selber beigebracht habe und für sich herausfinden mussten, wie es am besten funktioniert und worauf man achten sollte.  Dieses ist natürlich der Luxus eines Workshops, bei dem man genau von dieser Lernphase profitieren kann. Es irgendwo zu lesen ist einfach etwas Anderes, als ich persönlich gezeigt und erklärt zu bekommen. Ebenfalls hat jeder von uns ein kleines Starterset bekommen mit einer Auswahl an verschiedenen Stiften, welche nach und nach ausprobiert wurden, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie unterschiedlich das Ergebnis damit ausfallen kann.

 

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Nach dem theoretischen Teil, ging es dann ans erste Ausprobieren. Darauf hatte ich natürlich gewartet. Entsprechende Schablonen erleichtern die ersten Übungen allgemein. Es geht beim Lettering nicht darum besonders schnell fertig zu sein, sondern sich die Zeit zu nehmen den Buchstaben schön zu schreiben. Es ist eben auch ein kleines bisschen künstlerische Gestaltung. So einfach manche Buchstaben auch aussehen mögen, so schwierig ist es dann sie zu hinzubekommen, dass sie auch entsprechend nach der Vorlage ausschauen. Es gab zum Austoben noch ein paar extra Blätter an Papier (Tipp: unbedingt sehr glattes und etwas stabileres Papier verwenden, damit der Pinsel nicht ausfranzt und die Farbe verläuft), welche ich zum üben definitiv brauchte. Auch konnten wir so verschiedene Firmen und Farben ausprobieren, da eine sehr große Auswahl zur Verfügung stand.

 

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Zwischendurch gab es immer wieder kürzere Pausen, in welchen wir uns stärken konnten. Darüber hinaus gab es von Lea auch immer Tipps und Tricks sowie Beispiele, welche man in der Praxis umsetzen kann. Je nachdem welcher Stift verwendet wird und wie dick die Spitze ist, lassen sich eher filigranere Dinge (z.B. Grußkarten) oder größere Motive gestalten. Darüber hinaus kann man schattieren, Elemente kombinieren oder mit Farbverläufen arbeiten. Hat man die entsprechenden Ideen oder Inspiration zur Auswahl, kann man so richtig gestalterisch tätig werden. Die Möglichkeiten sind dabei schier endlos. Vermutlich hat sich jeder von uns sofort überlegt, was er davon als ersten selber ausprobieren möchte.

 

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Was ich sehr praktisch fand war, dass die gezeigten Anleitungen und Beispiele durch die Kamera / Lupe über den Projektor an der Wand zu sehen war. So ist Vieles deutlich leichter nachvollziehbar gewesen. Definitiv ein sehr gute Herangehensweise um Dinge zu veranschaulichen. Auch hatten wir so die Möglichkeit immer erkennen zu können, in welchem Winkel genau vorgegangen wurde. (Tipp: Wenn es quietscht dann macht ihr was richtig bei dickeren Strichen und der Winkel ist entscheidend – bloß nicht den Stift in der Mulde zwischen Daumen und Zeigefinger halten).

 

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Im letzten Teil des Workshops galt es dann das erlernte Umzusetzen. In der Goodie Bag war ebenfalls eine Pappschachtel enthalten, welche wir gestalten konnten. Ich habe allerdings erst mal auf einem Stück Papier geübt und die meiste Zeit dürfte dafür draufgegangen sein mir einen entsprechenden Spruch rauszusuchen. Einerseits sollte es nicht zu schwierig sein, andererseits wollte ich auch etwas zustande bringen, dass es danach verdient hatte an meiner Wand zu hängen. So wurde es dann dieser Spruch. Natürlich ist das ganze nicht perfekt geworden (und vor allem ich erkenne wo ich abgesetzt habe oder korrigieren musste), aber ich bin auch verdammt stolz darauf, was ich nach 4h so zustande gebracht habe und erfreue mich momentan jedes Mal wieder daran, wenn ich es in der Küche hängen sehe.

Für daheim gab es nicht nur eine Basisausstattung, sondern auch viele hilfreiche Tipps und Anleitungen in schriftlicher Form, so dass es vor allem zu Beginn keinen Grund gibt es nicht auch weiterhin auszuprobieren.

 



Für mich war der Hand & Brush Lettering Workshop ein tolle Erfahrung und ich bereue es kein bisschen mich dafür angemeldet zu haben. Ich habe viel Neues für mich gelernt und bin auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich an etwas Neuem versucht habe und mich gar nicht mal so schlecht angestellt habe. Was sicherlich auch daran gelegen haben wird, dass Lea es wirklich super erklärt hat und stets geschaut hat wie wir uns anstellen und bei Bedarf stets zur Stelle war.

Was ich nun daraus mache ist allerdings mir überlassen. Bei Amazon habe ich auf jeden Fall erst mal ein paar Dinge bestellt um mich auszutoben und sollte ich tatsächlich auch langfristig dabei bleiben, werde ich eventuell dann in ein größeres Set investieren (wenn man sich richtig ausstatten will, dann ist es erst Mal ein ordentlicher Invest).  Es war ein toller Nachmittag und ich kann euch bei Interesse definitiv empfehlen es selber einmal auszuprobieren (verschiedene Geschäfte bieten ggf. auch Kurse an).

Mich würde an dieser Stelle interessieren ob euch das Lettering auch so interessiert wie mich. Habt ihr es vielleicht schon einmal selber ausprobiert? Kennt ihr Möglichkeiten für Kurse in eurer Nähe und habt selber schon einmal einen Workshop besucht? Gibt es Empfehlungen für Dinge, welche ihr zu Beginn empfehlen würdet?

 

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