Laufen bei Wettkämpfen

Laufen bei Wettkämpfen

Als ich 2016 für mich beschlossen habe, endlich mal etwas mehr an sportlicher Aktivität auszuüben, dachte ich eher an etwas mehr Bewegung und öfter mal vom Sofa wegkommen. Schließlich werde ich ja nicht jünger und die Schwerkraft erwischt uns alle irgendwann 🙂 So hatte ich mir für 2016 Dieses als Jahresziel vorgenommen und euch in einer Einführungspost ausführlich darüber berichtet. Mir ging es dabei weniger darum jetzt unbedingt so muskulös zu sein wie ein Fitnessmodel. Ich wollte einfach fitter sein und wenn die ein oder andere Körperzone dabei nicht mehr so wabbelig sein würde, hatte ich natürlich nichts dagegen. Über zwei Jahre später ist davon nicht mehr ganz so viel übrig geblieben, allerdings bin ich auch nicht zum damaligen Status zurück verfallen. Noch immer bin ich regelmäßig Joggen (mal mehr und mal weniger) und bin meinem Fahrrad verfallen (weswegen ich sogar am überlegen bin mein Abo für Öffis zu kündigen und erst mal nur noch bei Bedarf zu nutzen). Beides sind die Aktivitäten, welche ich am häufigsten umsetze.

 

Laufen bei Wettkämpfen

 

Was ich definitiv damals nicht auf dem Schirm hatte waren Läufe bei Wettkämpfen bzw. öffentlichen Veranstaltungen. Ich habe meine Kondition persönlich lange Zeit als viel zu schlecht eingestuft und wollte daher nicht unbedingt als Schnaufendes Etwas mit rotem Kopf auch noch Zuschauer haben. Am Schnaufen hat sich noch immer nicht viel geändert (leider ist meine Luftzufuhr zur Nase anatomisch eingeschränkt), aber mir ist es egal geworden. Nach über zwei Jahren habe ich mich auf eine Strecke eingependelt (5-10km) und meine durchschnittliche Zeit eingelaufen (ich habe mich zwar langsam verbessert, aber viel besser wird es wohl nicht werden). So hatte ich dann tatsächlich irgendwann überlegt mich bei einem Wettbewerb anzumelden. Ich wollte einfach mal ausprobieren wie es ist in einer großen Gruppe zu laufen. 2016 hatte ich mich im September beim Women’s Run in München das erste Mal angemeldet und hatte keinen Plan davon, was mich erwarten würde. Motiviert wie ich war, hatte ich mich gleich für die 8km angemeldet.

 

 

Ich war viel zu früh da, hatten keinen Plan wo ich hinmusste und war definitiv etwas neidisch auf all die Anderen, welche nicht so fehl am Platz wirkten wie ich es damals war. Ich saß einsam an der Seite und wartete ewig, bis es endlich los gehen würde. Daran hat sich im Folgejahr zum Glück etwas geändert, auch wenn ich noch immer recht verloren wirke. Es mag sicherlich auch daran liegen, dass ich mich in Menschenmassen nicht unbedingt super wohl fühle. Allerdings wollte ich hier ja vor allem mir etwas beweisen und aus meiner Komfortzone heraus kommen. Ebenfalls musste ich feststellen, dass ich zwar die 8km geschafft hatte, allerdings ab dem 5. Kilometer deutlich langsamer wurde.

 

 
Motiviert von meinem ersten Wettkampf Lauf, hatte ich mich danach gleich beim AVON Frauenlauf angemeldet. 2016 fand dieser noch in München statt. Seit 2017 findet er allerdings nur noch in Berlin statt. Im Gegensatz zum Women’s Run ist hier alles etwas kleiner und überschaubarer gewesen. Allerdings hatte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite gezeigt. Es fing zwischendurch an zu regnen, was ich nicht unbedingt haben musste. Klar geht die Welt nicht unter, aber ich mag es lieber trocken (pralle Sonne und windstill muss es jetzt auch nicht unbedingt sein). Im Oktober war das Wetter auch in den letzten Jahren zum Lauf nicht immer optimal, weswegen dieser Faktor unter anderem dazu beigetragen hat nun nur noch einen Lauf Mitte des Jahres in Berlin zu haben. Für mich bedeutete das, dass 2017 damit erst mal nicht zur Option stehen würde. Ich hatte mich sehr gefreut dabei gewesen zu sein und meine Begeisterung war zumindest in kleinem Rahmen geweckt.

 


 2017 hatte ich mich zu beginn des Jahres entschlossen erneut am Women’s Run teilzunehmen und habe mich dann realistisch für die 5km Strecke angemeldet. Ich hatte die Monate vorher nicht wirklich viel Zeit zum Laufen gehabt (bzw. habe andere Dinge lieber gemacht) und wollte es dieses Mal mit einer realistischen Kondition versuchen. 5km ist meine sichere Strecke, die ich mittlerweile ziemlich konstant laufe. Auch heute noch ist es meine liebste Distanz, welche ohne Übung und Eingewöhnung auch nach monatelanger Pause (z.B. Winter) recht einfach durchhalte. Aus dem letzten Jahr hatte ich gelernt, dass ich mich nicht stressen lassen muss und war daher nicht so übertrieben früh vor Ort wie noch im Jahr zuvor. Auch hatte ich eine Kollegin mit Freunden getroffen, so dass ich mir nicht mehr ganz so allein vorkam 🙂 Ich hatte Spaß an der Sache und hatte mich direkt danach schon für 2018 angemeldet. Daher werdet ihr auch dieses Jahr wieder verschwitze Bilder von mir zu sehen bekommen.

 

 
Bis dahin steht in 2018 allerdings noch ein weiterer Lauf an. Am kommenden Samstag, den 26.05.,  findet in Berlin der AVON Frauenlauf statt, welchen es bereits seit vielen Jahren gibt. Der Lauf hat darüber hinaus bereits immer ein Motto:

AVON gegen Brustkrebs
Brustkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Allein in Deutschland gibt es circa 72.000 Neuerkrankungen und über 17.000 Todesfälle jedes Jahr. Die gute Nachricht: Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen lassen sich die Heilungschancen merklich verbessern. Denn Brustkrebs lässt sich in 90 Prozent der Fälle dauerhaft heilen – vorausgesetzt, die Erkrankung wird frühzeitig erkannt. Für AVON ist es daher eine großes Anliegen, Frauen für dieses Thema zu sensibilisieren und auf die Wichtigkeit von Krebs-Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam zu machen

Ich freue mich sehr darauf dieses Jahr dank der Einladung von AVON dabei sein zu dürfen und Teil dieser Veranstaltung zu sein. Solltet ihr aus dem Raum Berlin kommen und Interesse haben, sind spontane Nachmeldungen noch möglich (sofern das Teilnehmerlimit noch nicht erreicht ist). Da ich in den letzten Wochen nur sporadisch gelaufen bin, hoffe ich wie immer die 5km Strecke zu schaffen (ich laufe 16:10 Uhr mit) und mich nicht zu verlaufen (mag blöd klingen, aber mein Gehirn suggeriert mir immer dieses Bedenken). Soweit ich es an den Bildern erkennen kann, sind deutlich mehr Teilnehmer zu erwarten als in München. Ja, das macht mir ein kleines bisschen Angst, aber da muss ich dann wohl durch 🙂 Ich will ja schließlich meine Medaille zur Erinnerung nicht fürs Zugucken bekommen.

 

© SCC EVENTS/Camera4

 

Fürs nächste Jahr habe ich mir vorgenommen eventuell sogar an 3 – 4 Läufen teilzunehmen. Auswahl gibt es da ja genug. Meine anfängliche Skepsis zu Veranstaltungen dieser Art hat sich definitiv gelegt und ich konnte folgende positive Dinge für mich mitnehmen:

  • mit anderen zu Laufen motiviert zu Höchstleistungen
  • so eine Urkunde / Medaille zur Erinnerung ist etwas Tolles
  • so viele andere Laufbegeisterte zu sehen macht mich einfach glücklich

 



Ich kann daher nur jedem Laufbegeisterten empfehlen selber einmal an Wettkämpfen teilzunehmen. Dabei ist es völlig egal ob ihr zu den Ersten oder Letzten gehört. Das Gefühl beim Zieleinlauf macht Jeden zum einem Sieger 🙂 Das Gefühl ist etwas Besonderes und schwer zu beschreiben, wenn man es nicht selber einmal erlebt hat. Wie schaut es bei euch aus? Sind Wettkämpfe dieser Art für euch grundsätzlich von Interesse oder lauft ihr lieber allein und daheim? Habt ihr selber schon einmal an Wettkämpfen teilgenommen?

 

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