5 Dinge für weniger Müll im Alltag

5 Dinge für weniger Müll im Alltag – Teil 1

In den letzten Jahren ist in meinem Kopf ein kleiner Wandel passiert. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob es wirklich notwendig ist, so viel Müll zu produzieren für eine Person. So habe ich begonnen zu hinterfragen, wo der ganze Müll denn herkommt. In manchen Bereichen ist es definitiv nicht einfach eine Alternative zu finden. Wogegen es in anderen Bereich recht einfach ist eine schnell und wirksame Veränderung zu bewirken. Daher möchte ich heute meine 5 Dinge für weniger Müll im Alltag zeigen.

 

weniger Müll im Alltag


 

Mikrofasertücher / Reinigungsmittel

Werbung suggeriert dem Consumer, dass es für jede Tätigkeit ein perfektes Reinigungsmittel gibt. Es klingt so einfach das richtige Spray für jede Oberfläche zu haben. Für jeden Boden, jeden cm im Bad und natürlich Fenster gibt es auch mehr als genug an Produkten. Ich selber bin diesem Kaufverhalten in den letzten Jahren oft genug verfallen. Noch immer stehen genügend Putzmittel in meiner Wohnung herum. Wirklich billig ist das nicht und von Nachhaltigkeit will ich gar nicht erst anfangen. Es ist unsinnig und vor allem auch unnötig. Die meisten Dinge bekommt man mit etwas Essig, Baking Soda, Alkohol und Zitronen in den Griff.

Genau das möchte ich langfristig ausprobieren. Viele Reinigungsprodukte möchte ich langfristig durch einfache Mixturen austauschen. Genügend Inspiration gibt es diesbezüglich online und ich bin gespannt, was ich alles ersetzen werde.

Auch hatte ich stets Unmengen an Putztüchern daheim. Ob fürs Bad, für den Boden oder für Oberflächen, auch hier gibt es eine riesige Auswahl. Es mag zwar praktisch sein, aber auch hier wird unnötig Müll produziert. Daher habe ich einmal in Mikrofasertücher investiert und verwende die unterschiedlichen Farben für unterschiedliche Dinge. Mein 24er Pack* ist von der Amazon Eigenmarke und ist mal was dreckig, dann kommt es halt in die Waschmaschine.

 

Mülltrennung / Müllreduzierung

Ich erinnere mich noch gut daran zurück, dass mein Vater zu meiner Jugend bereits Müll getrennt hat. Da sind wir dann auch noch regelmäßig im Dorf zu den Containern gefahren und haben unseren Müll dort in den Passenden geworfen. Ich habe diese Vorgehensweise einfach übernommen als ich ausgezogen bin.

Es ist definitiv etwas mehr Arbeit, da man für all die verschiedenen Dinge auch extra Platz benötigt. Manchmal sind Produkte auch aus verschiedenen Dingen zusammengesetzt (Plastik + Glas), wo ich mir nicht leicht tue mich für etwas zu entscheiden. Was mich immer am meisten erschreckt ist, wie viel Plastikmüll ich produziere. Für mich definitiv ein Bereich in welchem ich noch viel vor mir habe.

Früher habe ich meinen Biomüll in recyclebaren Plastiktüten entsorgt. Bis ich dann allerdings erfahren habe, dass die armen Mitarbeiten per Hand jede Tüte raussuchen müssen, da man ihnen ja nicht ansieht, ob es reguläre Plastiktüten sind oder nicht (in kompostierter Form wird er oft als Blumenerde auf Wertstoffhöfen verkauft). So habe ich mir einen kleinen Müllbehälter von Tupperware zugelegt und gehe seitdem deutlich öfter zur Tonne.

 

cof

 

Plastikflaschen

Um genügend zu Trinken, habe ich ständig Wasser oder Tee in meiner Nähe. Bin ich mal unterwegs, ist schnell eine Flasche gekauft. Diese häuften sich dann ganz schnell an und innerhalb kürzester Zeit war ich stets erschrocken darüber, was ich da an Massen daheim hatte. Genau das will ich zukünftig vermeiden. Wenn ich unterwegs mal nichts dabei habe, dann werde ich allerhöchstens eine Wasserflasche aus Glas kaufen. Ansonsten bin ich bemüht immer meine eigene Flasche (hier zu sehen von Contigo*) dabei zu haben. Es ist zwar eine Umstellung, aber langfristig nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für meinen Geldbeutel.

 

Glasbehälter

Konserven sind praktisch für alle möglichen Gerichte. Allerdings kommen sehr viele davon in Metalldosen daher. Auch hier bin ich seit längerem bemüht bevorzugt alles im Glas zu kaufen (leider habe ich noch keine Tomatenstücke und Tomatenmark im Glas entdeckt). Klar, komme ich um den Deckel nicht herum, allerdings reduziere ich insgesamt so meinen Müllberg drastisch. Die meisten Glasbehälter kann man danach sofort wieder zur Aufbewahrung verwenden und ich bin der Meinung, dass der Inhalt auch besser schmeckt.

 

Wochenmarkt

 

Wochenmarkt

Ich bin in der glücklichen Position 2x die Woche einen lokalen Wochenmarkt vor der Tür zu haben. Darüber hinaus habe ich auch einige lokale Obst- und Gemüsehändler in der Nähe. Wo es möglich ist, bevorzuge ich Obst und Gemüse frisch zu kaufen. Nicht nur, dass ich damit die Region unterstütze, auch tue ich etwas für die Umwelt. Die ganze unnötige Plastikverpackung brauche ich nicht. Ich habe immer meinen Rucksack und einen Stoffbeutel dabei. Bei meinem Käsestand bin ich bemüht immer meine eigenen Behälter mitzunehmen und mir die Dinge darin umfüllen zu lassen. Wenn ich es mal vergessen habe, dann gibts halt die Woche nichts für mich. Irgendwie muss ich mich ja für meine eigene Vergesslichkeit bestrafen 🙂

 



Ich bin deutlich besser geworden Müll zu vermeiden. Allerdings bin ich mir auch bewusst, dass ich noch in vielen Bereichen besser werden kann. Unterm Strich muss jeder selber bei sich anfangen und ich habe den Eindruck, dass sich immer mehr mit dem Thema beschäftigen. Langfristig ist jeder noch so kleine Beitrag ein guter Beitrag.

Was sind eure Methoden um Müll möglichst zu vermeiden?

 

Transparenz

4 Kommentare

  1. Wichtiges Thema, auch für mich. Ich habe zwar auch einen Wochenmarkt in der Nähe bzw. 5 km entfernt, aber dort kann man nur samstags hin und das passt mir aus einigen Gründen nicht. Plastik vermeide ich ebenfalls, so gut es geht. Und Müll trenne ich sehr gewissenhaft, wobei ich mir da echt nicht sicher bin, ob es Sinn macht, denn es hieß irgendwann mal, dass auf der Kippe dann eh vieles wieder zusammen geworfen wird. Stofftaschen habe ich grundsätzlich dabei und Plastiktüten habe ich schon Jahre nicht mehr gekauft, das war gleich eines der ersten Dinge, die ich umgesetzt habe. Ich finde übrigens auch, dass Produkte aus Gläsern besser als aus Dosen schmecken, aber ich kaufe beides so minimal ein, da ich 70 Prozent meiner Lebensmittel frisch kaufe oder TK (okay, da haben wir wieder Plastiktüten u.a.), wobei gerade Gläser und Dosen ja für die Vorratshaltung ideal sind und manches bekommt man auch nicht anders, z.B. Kidneybohnen. Habe ich nur sehr vereinzelt mal in TK gesehen und wenn, dann mit Mais gemischt – in Gläsern bisher noch gar nicht, da muss dann schon ne Dose her. Liebe Grüße

    1. Mein Wochenmarkt ist Mittwoch nachmittags (was ich im Regelfall nicht schaffe) und Samstag vormittags da. Ich bin also in einer sehr glücklichen Situation. Schade, dass es bei Dir zeitlich nicht passt.
      Mülltrennung ist definitiv ein komplexes Thema. Ich befürchte auch, dass Vieles am Ende wieder zusammen irgendwo landet. Zumindest beim Biomüll udn Papier glaube ich daran, dass es was bringt.
      Bei vielen Tiefkühlprodukten ist es schwierig. Da hat man keine wirkliche Alternative als zur Saison frisch zu kaufen und dann einzufrieren. Das dürften die wenigsten von uns wirklich hinbekommen.
      Es freut mich zu hören, dass Du ebenfalls versuchst Deinen Beitrag zu leisten.

  2. Ich finde, Du bist echt ein gutes Vorbild was Müllvermeidung betrifft.
    Ich bemühe mich auch, Müll zu vermeiden. Für Obst und Gemüse habe ich mir kleine Stoffbeutel gekauft. Ich habe leider keinen Wochenmarkt in der Nähe oder einen Unverpackt-Laden. Reinigungsmittel habe ich auch reduziert und benutze schon seit vielen Jahren Mikrofasertücher. Ich habe mir für die Arbeit eine Trinkflasche aus Glas gekauft und trinke Leitungswasser oder Tee. So spare ich 2 Einwegplastikflaschen pro Tag. Gut für die Umwelt und für den Geldbeutel 😎 Ich mache unter der Woche Mealprep und versuche keine To Go Sachen zu essen/trinken. Klappt mittlerweile ganz gut, war aber schon eine Umgewöhnung.
    LG, Claudia

    1. Ich versuche zumindest meinen Beitrag zu leisten. Um als Vorbild zu gelten ist es meiner Meinung noch ein weiter weg. Danke Dir dafür 🙂
      Mealprep gehört für mich definitiv ebenfalls dazu und Plastiktüten verwende ich ebenfalls schon lange nicht mehr.

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